Der Humusgehalt im Boden einer der wichtigsten Faktoren ist, die über die Bodenfruchtbarkeit entscheiden und Pflanzenwachstum, die Höhe und die Qualität der Früchte beeinflussen. Leider sind die meisten Böden humusarm. Je nach Region stellen humusarme und humusschwache Böden (d.h. mit einem Gehalt von weniger als 2% Humus) 40-72% der landwirtschaftlichen Flächen dar.

Bodenrückgang wird hauptsächlich durch Fehlen von systematischem organischen Düngen, intensiven Anbau über viele Jahre an der gleichen Stelle, die Verwendung von Herbiziden u. ä. begünstigt. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und die Produktivität des Bodens wiederherzustellen. Eine der Möglichkeiten ist, Humusdünger zu verwenden, die oft als „biologisches Zentrum“ oder auch „schwarzes Gold“ bezeichnet werden, aufgrund ihrer positiven und vielfältigen Wirkung für den Boden und dadurch gleichzeitig für die Pflanzen

Von wichtigster praktischer Bedeutung bei der Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit sind die organische Düngung und die Masse der Ernteüberreste, wenn solche auf dem Feld geblieben sind. In den biochemischen Prozessen der mikrobiologischen Zersetzung von organischen Verbindungen bildet sich Humus, oder anders gesagt Bodenhumus, der dem Untergrund eine dunkle Färbung gibt, die von der Bodenfruchtbarkeit und Bodenproduktivität zeugt. Bodenhumus ist eine komplexe organische Substanz. Sie setzt sich aus vielen Fraktionen unterschiedlicher Farbe, Wasserlöslichkeit und Mineralisierungsfähigkeit zusammen. Leider wird ein deutlicher Mangel an ihr festgestellt. Der Vorrat an Humus im Boden kann und muss reguliert werden, z.B. durch ein rationales System des Pflanzenanbaus, deren ordnungsgemäßen Fruchtwechsel sowie organische Düngung. Es wurde festgestellt, dass sich der Anbau von Hackfrüchten, Industriepflanzen und Getreide auf die Bilanz des organischen Stoffwechsels des Bodens negativ auswirkt, von Rasen und schmetterlingsblütigen Pflanzen – positiv. Fruchtfolgen mit hohem Anteil an Hackfrüchten hinterlassen wenig Masse von Ernteüberresten mit niedrigen Humifizierungsindikator, und das kann zu einem Rückgang der Humusmenge führen, wenn keine organischen Dünger verwendet werden. In Obstgärten jedoch findet die Fruchtfolge wenig Anwendung und die Quelle für Humus sind dort vor allem organische Materialien, die dem Boden zugeführt werden: natürliche Dünger (Dung, Jauche), Ernteüberreste (Stroh), Gründünger, Kompost, Abfälle aus der Kommunalwirtschaft und der Industrie (Abwassersedimente, Späne). Diese Materialien unterscheiden sich durch die Schnelligkeit bei der Humifizierung, das heißt, bei der Fähigkeit, Humus wiederherzustellen.

Huminsäuren steigern die Bodenfruchtbarkeit dank einer hohen Kationenaustauschkapazität, Sauerstoffgehalt und überdurchschnittlichem Wasser-Fassungsvermögen. Sie haben die Fähigkeit, unlösliche Metallionen, Oxide und Hydroxide zu binden und sie langsam, nach Bedarf der Pflanzen, freizusetzen.

Sie sind natürliche Bestandteile von Humus im Boden und bilden sog. eigene Humussubstanzen, das heißt, einen Komplex formloser organischer Substanzen mit einer Farbe von gelb über braun bis schwarz. Zu den Huminsäuren (sie sind in chemischer Hinsicht differenziert) werden Humussäuren, Fulvinsäuren und Humine gezählt. Neben natürlichen Quellen von Humussäuren können ein regulierender Faktor des Vorrats an Humus im Boden auch Humuspräparate sein, deren Marktführer im Hinblick auf die Qualität THE TOTALHUMUS ist. Das Interesse von Obstgärtnern und Landwirten an ihm wird immer weiter wachsen, da in Regionen mit intensiver Obstproduktion es immer mehr ausgelaugte Felder gibt, und die Möglichkeit, Boden zu erwerben, der nicht für den Obstbau genutzt wird, beschränkt ist. Erschwert wird auch der Zugang zu natürlichen Düngern, wie z. B. Mist. Nicht ohne Bedeutung ist auch die Tatsache, dass die organische Substanz im Dung oder Kompost überwiegend mineralisiert wird, im geringeren Teil jedoch humifiziert, was zur Entstehung von Humus, einschließlich Humussäuren, führt (sie wird schnell mineralisiert, ohne dass fruchtbarer Humus gebildet wird), und der natürliche Prozess der Humifizierung organischer Materie im Boden ist langsam und langfristig. In einer solchen Situation lohnt es sich, fertige organische Dünger zu nutzen, die auch Humussäurekonzentrate bzw. Humuskonzentrate genannt werden.

Die Aktivität von Humussäuren aus Braunkohle ist 5fach höher als von Humussäuren aus anderen Quellen (Dung, Kompost). Das resultiert aus der Tatsache, dass die organische Substanz sich bereits vollständig zersetzt hat. Die organische Substanz im Kompost oder Dung hingegen wird schnell mineralisiert, ohne das fruchtbarer Humus gebildet wird.

Meistens beim Anbau von Pflanzen, als Wachstumsstimulator bzw. als Mikrodünger. Im Gegensatz zu analogen synthetischen Wachstumsregulierern beeinflussen Humuspräparate nicht nur den Stoffwechsel von Pflanzen. Wenn sie systematisch angewandt werden, verbessern sich die Bodenstruktur, ihre Fähigkeit der Bodenpufferung sowie die Eigenschaften des Kationenaustausches, die Mikroorganismen im Boden werden aktiver. Besonders beachtenswert sind die adaptogenen Eigenschaften: Humuspräparate steigern die Abwehrkräfte der Pflanzen gegen Krankheiten, Dürre, übermäßige Feuchtigkeit, Toleranz von erhöhter Dosis von Stickstoffsalz im Boden. Ein Vorteil der Präparate ist außerdem, dass sie die Aufnahmefähigkeit der Nährsubstanzen verbessern, und das bedeutet, dass weniger Mineraldünger benötigt werden, die die Ernte schädigen.

In letzter Zeit gelten organische mineralische Mikrodünger als fortschrittlich, die Kaliumhuminat und oder Natriumhuminat mit Zusatz von Fe, Cu, Zn, Mn, Mo, Co und B in Form von Chelatverbindungen enthalten. Sie sind besonders für Karbonatboden nützlich, wo unabhängig von einer hohen Konzentration von Spurenelementen, ihr Gehalt in einer für Pflanzen verfügbaren Form gering ist. Es ist zu sagen, dass gewöhnlich zu diesem Zweck auch Mikrodünger auf Basis von synthetischen Liganden verwendet werden. Sie sind wirksam, jedoch zu ihrer industriellen Produktion wird auch Monochloressigsäure sowie Ethylendiamin, das aus gechlorten Kohlenwasserstoffen gewonnen wird, genutzt. Selbstverständlich ist eine solche Produktion gefährlich für Menschen und Umwelt. Darüber hinaus sammeln sie sich, bei regelmäßiger Anwendung von Düngern mit synthetischen Liganden im Boden, und das verschlechtert ihre Eigenschaften. Darum ist die Produktion und Anwendung von Düngern aus Basis von humosen Präparaten eine sicherere Alternative.

Eine andere, interessante Verwendung von humosen Substanzen ist die Rekultivierung von verunreinigtem Boden bzw. Wasser. Es wird versucht, sie auch zur Reinigung und Rekultivierung von Gelände zu verwenden, die durch organische Substanzen, Produkte der Erdölindustrie, aber auch durch Schwermetalle verunreinigt sind.

Share This

Achtung, diese Internetseite verwendet Cookies. Mehr erfahren!

Wir verwenden sie, um Ihnen die Nutzung unseres Services zu erleichtern. Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie die Einstellungen zu den Cookies jederzeit in den Einstellungen Ihres Internet-Browsers ändern können.

Close