Vorteile für die Umwelt

Böden mit hohem Gehalt an Huminsäuren sind die Garantie für schwache Ausschwemmung von Stickstoff und optimale vitalisierende Wirkung. Ein gut entwickeltes Wurzelsystem, das dank des hohen Gehalts an Huminsäuren entsteht, schützt vor Nitraten und Pestiziden, die mit dem Grundwasser vermengt sind. Darüber hinaus verringern sie das Problem des Salzgehalts von Böden. Huminsäuren sind fähig, die Konzentration von (Mineral-) Salzen zu mindern, deren zu hohe Konzentration toxisch auf die Pflanzen wirkt. Besonders wirksam reduziert wird die Gefahr einer zu hohen NH4-Konzentration, was besonders für junge Pflanzen wichtig ist. Allgemein reduzieren Humussäuren Verbrennungen der Wurzel, die aus einer zu hohen Konzentration von Mineralsalzen im Boden resultieren.

Einfluss auf die physischen Eigenschaften des Bodens

Humussäuren beeinflussen vor allem die Verbesserung und Festigung der Bodenstruktur. Da sie die Eigenschaften haben, Skelettpartikel des Bodens zu größeren, sog. Aggregaten zusammenzukleben, beeinflussen sie die Bildung eine klumpige Struktur, wodurch die Luftverhältnisse verbessert werden. Das ist sowohl für Sandböden (Erhöhung der Festigkeit) als auch für schwere Böden (Lockerung und Belüftung) günstig. Dies passiert hauptsächlich durch Fulvinsäuren, die elektrodynamische Eigenschaften haben und übermäßig verdichtete Bodenkolloide „zerkleinern“. Wenn Fulvinsäuren vorhanden sind, behält selbst sehr feuchter Boden die klumpige Struktur bei (auch in überschwemmten, feuchten und schweren Böden wird deren Belüftung verbessert).
Einfluss auf die biologischen Eigenschaften des Bodens
Humussäuren können nützliche Mikroorganismen des Bodens (u.a. Azotobacter und Nitrosomonas) stimulieren und vermehren, indem sie unter anderem auf die Optimierung des Gasaustauschs im Boden einwirken. Darüber hinaus schöpfen die Makro- und Mikroorganismen des Bodens aus der organischen Substanz die notwendige Energie und Mineralnährstoffe. Böden, die reich an Humus sind, zeichnen sich durch eine deutlich höhere biologische Aktivität aus. Durch sie werden abgefallene Blätter, gemähter Rasen und jede andere organische Materie, die Überreste nach der Ernte darstellen, schneller mineralisiert.

Einfluss auf die chemischen Eigenschaften des Bodens

Humusverbindungen und in ihnen enthaltene Humussäuren beeinflussen nämlich die Fähigkeit der Bodenpufferung, indem ihre Reaktion reguliert und stabilisiert wird (sowohl der Säure als auch der Base). Die Bodenpufferung ist die Fähigkeit des Bodens, sich Veränderungen der Reaktion zu widersetzen, trotz der Wirkung von Versäuerungsfaktoren, und hängt hauptsächlich davon ob, ob im Boden Partikel von Tonmineralien, Humus und Calciumcarbonat enthalten sind. Huminsäuren verhindern auf diese Weise die Retardation der Bestandteile und ermöglicht es, dass sie in assimilierbare Formen übergehen, wodurch die Verfügbarkeit von Mikro- und Mikrobestandteilen deutlich erhöht wird. Indem sie chelatisierend auf Metallionen wirken, werden ihre gegenseitigen Antagonismen beschränkt und auch auf diese Weise wird ihre Aufnahme durch das Wurzelsystem erleichtert (gleichzeitig beschränken sie auch die Mobilität von ungünstigen Schwermetallen – Cadmium, Blei, indem ihre Aufnahme durch die Pflanzen verringert wird). Humus ist auch eine grundlegende Quelle für Stickstoff und Phosphor, die in dieser Form im Boden gespeichert werden, und nach der Mineralisierung für höhere Pflanzen verfügbar werden. Wenn man von diesen Eigenschaften von Huminsäuren weiß, kann man dann die Dosierung der Mineraldünger mindern, ohne dass es negative Folgen für die Ernte hat. Zur Bestätigung dieser These kann die Feststellung angeführt werden, dass Humusverbindungen fähig sind, 4-12 Mal mehr Nährstoffe zu speichern als der Mineralteil des Bodens (sie sind für 20-70% der gesamten Sorbierungskapazität des Bodens verantwortlich). Die Anwendung einer intensiven Bodendüngung an Stellen, die arm an Humussäuren sind, ist daher mit Sicherheit wenig effektiv.

Einfluss auf die physiologischen Prozesse von Bäumen und Sträuchern

Humusverbindungen enthalten viele sog. Wachstumssubstanzen, z.B. Vitamine, Auxine, einige andere organische Säuren bzw. Substanzen mit antibiotischem Charakter, die wichtige physiologischen Prozesse der Pflanzen (Wasserhaushalt, Atmung und Photosynthese, u.a. durch Aktivierung pflanzlicher Enzyme) intensivieren und als organische Katalysatoren vieler biologischer Prozesse wirken. Die Wurzeln von Pflanzen in einem Boden mit hohem Humusgehalt haben optimale Bedingungen zum Wachstum, zur Atmung, zur Aufnahme von Wasser und leichten Zugang zu Nährstoffen. Humus und die in ihm enthaltenen Säuren stimulieren die Entwicklung der Wurzelhaare, wobei sie die bessere Aufnahme von Nährstoffen aus dem Boden (aus einer größeren Fläche) erleichtern. An Stellen, die mit Humussäuren angereichert sind, wird eine erhöhte Produktivität von Obstbäumen (Ernten sind um 10-20% höher), eine Verbesserung der Qualität und des biologischen Werts der Erntefrüchte verzeichnet. Besser ist auch die Kondition der Bäume und deren Stressresistenz. Darüber hinaus können Humussubstanzen das Auftreten mancher Krankheiten verhindern (die phytosanitäre Wirkung wird durch starke Vermehrung von saprobionten Mikroorganismen hervorgerufen, die Antagonisten der Phytopathogene sind).

Wirtschaftliche Vorteile

Wirtschaftliche Vorteile aus der Anwendung von Humussäuren sind u. a. Einsparungen beim Düngen und die Verbesserung der Quantität und Qualität der Feldfrucht.

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